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- Schweiz will deutlichere Kennzeichnung von CO2 und Energieverbrauch bei PKW (18.06.2010)
Bern - Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 18. Juni 2010 entschieden, dass die für Personenwagen etablierte Energieetikette beibehalten, aber verbessert wird. Künftig sollen der CO2-Ausstoss und der Energieverbrauch klarer dargestellt werden. Zudem sollen künftig Elektroautos und mit Biotreibstoffen betriebene Personenwagen ebenfalls beurteilt werden können. Die Umweltetikette, die neben der Energieeffizienz auch über die gesamte Umweltbelastung eines Fahrzeugs informiert hätte, wird nicht eingeführt.
- Studie: Effizienz und Erneuerbare machen neue Schweizer Großkraftwerke überflüssig (10.06.2010)
Eine Energiestudie der Umweltorganisationen und der Kantone Basel-Stadt und Genf beweist: Eine sichere Stromproduktion ist bis 2035 in der Schweiz mit Erneuerbaren Energien und mehr Energieeffizienz möglich. Sie erfordert zunächst zwar höhere Investitionen als Atom- und Gaskraftwerke. Mit Investitionen in Effizienz und Erneuerbare lassen sich aber die Betriebskosten erheblich reduzieren. Aus diesem Grund ist dieses Szenario insgesamt wirtschaftlicher. - Schweizer Neuwagen verbrauchen erstmals weniger als 7 Liter (07.06.2010)
Bern - 6,86 Liter pro 100 Kilometer betrug der durchschnittliche Treibstoffverbrauch der 2009 neu in Verkehr gesetzten Personenwagen. Gegenüber dem Vorjahr (2008: 7,14 l/100 km) entspricht dies einer deutlichen Abnahme um 3,9%. Die durchschnittlichen CO2-Emissionen der Neuwagen sind um 4,6% gesunken und lagen 2009 bei 167 Gramm CO2 pro Kilometer (2008: 175 g/km). Durchschnittliches Leergewicht erneut gesunken - Schweiz will mit Erträgen aus CO2-Abgabe Konjunktur stärken (14.05.2010)
Ab 2011 wird die CO2-Abgabe jeweils im Erhebungsjahr an die Bevölkerung und die Wirtschaft rückverteilt. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 12. Mai 2010 die CO2-Verordnung entsprechend angepasst.
- Eidgenossen signalisieren Bereitschaft für zusätzliche Klimakonferenz in der Schweiz (06.05.2010)
Die Schweiz könnte im Juli 2010 ein informelles Ministertreffen organisieren, um mit Blick auf die nächste UNO-Weltklimakonferenz in Cancun die internationalen Klimaverhandlungen voranzutreiben.
- Schweizweit einheitliche Standortkriterien für Windenergieanlagen (26.03.2010)
Die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) für Strom aus erneuerbaren Energien hat in der Schweiz einen Windenergie-Boom ausgelöst. Über 100 Anlagen sind in der Planung bereits weit fortgeschritten und sollen in den nächsten 5 Jahren ans Netz gehen. Die raumplanerischen Bearbeitung und die Bewilligungen für diese Windenergieanlagen erfolgen auf Kantons- und Gemeindeebene. - Schweiz: Bundesrat ebnet Weg für klimafreundliche und energieeffiziente Gebäudesanierungen (08.03.2010)
Die Gebäude in der Schweiz sollen klimafreundlicher werden. Bund und Kantone fördern deshalb in den nächsten zehn Jahren Gebäudesanierungen und den Einsatz erneuerbarer Energien. Die nötigen Rechtsgrundlagen hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 5. März 2010 in Kraft gesetzt. Der Bund hat zudem mit den Kantonen eine Vereinbarung zum Gebäudeprogramm unterzeichnet. - Studie: Energieeffizienz-Maßnahmen bieten Chance auf 25.000 neue Arbeitsplätze in der Schweiz
Die Umsetzung von Energieeffizienz-Maßnahmen in der Schweiz sowie die Förderung von Schweizer Unternehmen, die in den Bereichen Energieeffizienz und erneuerbare Energien weltweit tätig sind, könnten bis zum Jahr 2020 nicht nur Treibhausgas-Emissionen senken und einen Beitrag zur Energieversorgung leisten, sondern auch mehr als 25'000 neue Arbeitsplätze in der Schweiz generieren. - In der Schweiz sinkt rückwirkend die Vergütung für Solarstrom (08.02.2010)
Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) senkt die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) für Solarstrom um 18%. Grund dafür sind die stark gesunkenen Marktpreise für Photovoltaik-Module sowie die in der Energieverordnung vorgesehene reguläre jährliche Absenkung der Vergütungen. - Sanieren, profitieren und CO2 reduzieren - Schweiz startet Gebäudeprogramm (18.12.2009)
Bern - Anfang 2010 starten Kantone und Bund das Gebäudeprogramm. Es dauert zehn Jahre und unterstützt in der Schweiz die energetische Sanierung von Gebäuden und den Einsatz erneuerbarer Energien. Aus der Teilzweckbindung der CO2-Abgabe stehen fürs Gebäudeprogramm pro Jahr 200 Millionen Franken zur Verfügung. Zusammen mit den kantonalen Förderprogrammen sind es insgesamt 280 bis 300 Millionen Franken pro Jahr, die eingesetzt werden können. Auf www.dasgebaeudeprogramm.ch stehen ab dem 4. Januar die Gesuchsunterlagen bereit. Die Förderbeiträge werden ab März 2010 bewilligt. - Stärkere Stürme und größere Schäden in Schweizer Wäldern (14.12.2009)
Die Häufung starker Winterstürme in den vergangenen Jahrzehnten könnte bereits eine Folge des laufenden Klimawandels sein.
- Bundesrat verabschiedete Mandat für Weltklimakonferenz in Kopenhagen (02.12.2009)
Bern - An der UNO-Klimakonferenz vom 7. bis 18. Dezember 2009 in Kopenhagen (DK) wird die Weltgemeinschaft über Maßnahmen gegen den Klimawandel verhandeln. Die Schweiz setzt sich für ein verbindliches und umfassendes Abkommen ein, welches Industrie- und Schwellenländer in die Pflicht nimmt. Sie wird ihren eigenen Treibhausgasausstoß bis 2020 um 20 bis 30 Prozent senken. Dies hat der Bundesrat am 27. November 2009 beschlossen. - Studie: Die Umweltinfrastruktur in der Schweiz ist 180 Mrd. Franken wert (16.11.2009)
Bern - Die öffentliche Umweltinfrastruktur der Schweiz hat einen Wert von rund 180 Mrd. CHF. In einer neuen Studie des Bundesamts für Umwelt BAFU wird dieser Betrag erstmals berechnet. Die künftige Finanzierung zum Erhalt und zur Erneuerung der Umweltinfrastruktur stellt eine große Herausforderung für Bund, Kantone und Gemeinden dar.
- In der Schweiz soll Klima- und Bodenpolitik mehr Gewicht erhalten (30.10.2009)
Das Bundesamt für Umwelt hat eine interne Reorganisation durchgeführt. Dabei werden die Klima- und Bodenpolitik mehr Gewicht erhalten. Mit Andrea Burkhardt (Abteilung Klima), Christoph Wenger (Abteilung Boden) und Hans Hosbach (Abteilung Abfall, Stoffe, Biotechnologie) sind drei neue Abteilungsleitende ernannt worden. - Schweiz: Anhörung Gebäudeprogramm zur Anpassung der CO-Verordnung eröffnet (28.10.2009)
Das UVEK hat am 28. Oktober 2009 eine Anhörung zur Anpassung der CO2-Verordnung eröffnet. Die vorgeschlagenen Änderungen der CO2-Verordnung konkretisieren das Vorgehen für die Finanzierung von CO2-wirksamen Massnahmen im Gebäudebereich. - Anhörung zur Schweizer Umweltetikette für PKW erbrachte viele Änderungsvorschläge (16.10.2009)
Die heutige Energieetikette für Personenwagen soll ab 2011 durch eine Umweltetikette abgelöst werden, die neben der Energieeffizienz auch über die Umweltbelastung eines Fahrzeugs informiert. In der Anhörung wurde die neue Etikette im Grundsatz mehrheitlich begrüsst. Gleichzeitig wurden viele, teils widersprüchliche Änderungsvorschläge eingebracht. Dies zeigt der am 14. Oktober 2009 vom UVEK veröffentlichte Anhörungsbericht. - Schweiz: Bundesrat verabschiedet Entwurf zur Revision des CO2-Gesetzes (27.08.2009)
Bern - Das CO2-Gesetz bildet in der Schweiz die Basis für die Klimapolitik und regelt die Maßnahmen bis 2012. Es muss deshalb für die Zeit ab 2013 weiterentwickelt werden. - Peru trifft Schweiz: Klimapolitik im Zentrum der Gespräche (20.08.2009)
Bern - Bunderat Moritz Leuenberger hat in Bern den peruanischen Umweltminister Antonio Brack getroffen. Sie erörterten ihre Positionen mit Blick auf die Klimaverhandlungen Ende 2009 in Kopenhagen. - Gletscherschmelze ändert Grenze Schweiz-Italien (20.08.2009)
Genf - Die Schweiz will notfalls einer Änderung der Grenze zu Italien wegen schmelzender Alpengletscher zustimmen. Falls die Klimaveränderungen weiterhin die Topographie des Grenzgebiets in der Nähe des berühmten Matterhorns verschieben sollten, sei man zu diesem Schritt bereit, gab die Schweizer Regierung am Mittwoch bekannt. Die Parlamente in Rom und Bern hatten die Frage bereits erörtert. - Schweiz startet Forschungsprogramm zu Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald (10.07.2009)
Das Bundesamt für Umwelt BAFU und die Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL starten ein Forschungsprogramm, in dem die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald untersucht werden. Das Programm mit einem Volumen von zwei Millionen Franken läuft zunächst bis 2011 und soll Antworten auf die vordringlichsten Fragen zu diesem Themenkomplex liefern. - Schweiz: Unternehmen übertreffen CO2-Ziele und geben Emissionsgutschriften zurück (07.07.2009)
Bern - Schweizer Unternehmen haben erstmals Emissionsgutschriften an den Bund zurückgegeben, um ihre CO2-Emissionen zu decken. Im Jahr 2008 wurden die Begrenzungsziele übertroffen. - Die Schweiz setzt auf ‚Umweltetikette’ für Autos (07.07.2009)
Bern - Die heutige ‚Energieetikette’ für Personenwagen soll ab 2010 durch eine ‚Umweltetikette’ abgelöst werden. - Schweizer Bundesrat befürwortet globales System für bessere Klimainformationen (25.06.2009)
Bern - Vom 31. August bis 4. September 2009 findet in Genf die dritte Weltklimakonferenz (WCC-3) der UNO-Organisation für Meteorologie statt. Ziel der WCC-3 ist der Aufbau eines Systems, das den Zugang zu Klimainformationen und -vorhersagen erleichtert. An der WCC-3 organisieren die Schweiz und Dänemark ein Ministertreffen zum Thema «Anpassung an den Klimawandel». - Schweiz verfehlt ihr Ziel - CO2-Abgabe auf Brennstoffe wird 2010 erhöht (23.06.2009)
Bern - Die CO2-Emissionen aus Brennstoffen sind zwischen 2007 und 2008 nicht weiter gesunken. Sie betrugen im Jahr 2008 88,8 Prozent des Wertes von 1990. Die CO2-Abgabe wird deshalb gemäß Vorgabe des Parlaments auf 1. Januar 2010 von heute 12 Franken auf 36 Franken pro Tonne CO2 erhöht. - Studie ETH Zürich: Je weniger Tiere, desto weniger landwirtschaftliche Treibhausgase (18.06.2009)
Die Entwicklung der Treibhausgas-Emissionen aus der Landwirtschaft ist in erster Linie von der Entwicklung der Tierbestände abhängig. Zurzeit verfügbare technische Massnahmen bringen wenig und kosten viel, hält eine im Auftrag der Bundesämter für Landwirtschaft (BLW) und für Umwelt (BAFU) sowie des Schweizerischen Bauernverbandes (SBV) erstellte Studie der ETH Zürich fest. - ETH-Energiestrategie - Die 1-Tonne-CO2-Gesellschaft (28.05.2009)
Rund 11 Tonnen CO2 verpufft heute jede Bewohnerin und jeder Bewohner der Schweiz pro Jahr – die grauen Emissionen, die durch die Produktion der Importgüter verursacht wurden, eingerechnet. Zustehen wird uns gegen Ende dieses Jahrhunderts noch 1 Tonne.
Das Energy Science Center (ESC) der ETH Zürich hat einen möglichen Pfad hin zu einer klimaverträglichen Energieversorgung entworfen.
- Green New Deal und Anpassung im Zentrum der Umweltgespräche in Locarno (14.05.2009)
Am 12. Mai ging in Locarno das Treffen der Direktoren der europäischen Umwelt- und Naturschutzagenturen zu Ende. Im Zentrum der Gespräche standen vor allem die Zusammenhänge zwischen Wirtschaft, Handel und Umwelt. Besonders diskutiert wurden dabei die Kriterien, welche für die Einführung eines echten Green New Deals erforderlich sind. Die Teilnehmenden wiesen auch auf die Notwendigkeit hin, im Zusammenhang mit den Strategien zur Anpassung an den Klimawandel die Erhaltung der Biodiversität zu berücksichtigen. - Schweizer Bundesrat legt Eckpunkte der CO2-Gesetzesrevision fest (07.05.2009)
Bern - Der Bundesrat will den Beitrag der Schweiz zur internationalen Klimapolitik mit einem Mix von Massnahmen im Gebäude- und im Verkehrsbereich leisten. Nach den Sommerferien legt er dem Parlament eine Botschaft zur Revision des CO2-Gesetzes vor. - Schweiz: Treibhausgasemissionen 2007 deutlich gesunken (17.04.2009)
Die schweizerischen Treibhausgasemissionen sind 2007 gegenüber dem Jahr 2006 um 1,9 Millionen Tonnen auf insgesamt 51,3 Millionen Tonnen zurückgegangen. Sie liegen 1,4 Millionen Tonnen (2,7 %) niedriger als 1990. Dies geht aus dem aktuellen Treibhausgasinventar der Schweiz hervor, das am 15. April 2009 an die UNO übermittelt wurde.
- Klima-Initiative: Die Schweiz braucht ein besseres CO2-Gesetz (03.03.2009)
Würde das CO2-Gesetz nach den Vorschlägen des Bundesrates revidiert, so verfehlt die Schweiz das wissenschaftlich notwendige und von der «Volksinitiative für ein gesundes Klima» geforderte Reduktionsziel bei Weitem. - Schweizer Klimapolitik noch ohne verbindliche Ziele (20.02.2009)
Bern - Die Vertragsparteien des Kyoto-Protokolls sind aufgerufen, im Februar 2009 über die Reduktionsziele für die Zeit nach 2012 zu informieren. Die Schweiz hat noch keine verbindlichen Ziele festgelegt. Vorerst informiert sie das Sekretariat des Kyoto-Protokolls daher über den aktuellen Stand in der Klimapolitik sowie über die Vernehmlassung zur Revision des CO2-Gesetzes.
- Stiftung Klimarappen will zusätzliche drei Mio. Tonnen CO2 reduzieren (19.02.2009)
- Fördertopf für Erneuerbare Energie in der Schweiz ausgeschöpft (02.02.2009)
Bern - Der Fördertopf für grünen Strom ist ausgeschöpft. Seit Mai 2008 sind so viele Anmeldungen für die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) eingegangen, dass der Gesamt-Kostendeckel der KEV erreicht ist. Ab 1. Februar 2009 werden deshalb sämtliche Neuanmeldungen von Stromproduktionsanlagen aus Wasserkraft (bis 10 Megawatt), Photovoltaik, Windenergie, Geothermie, Biomasse sowie Abfällen aus Biomasse auf eine Warteliste gesetzt.
- Greenpeace Schweiz: Ansatz zum privaten Emissionshandel im Strassenverkehr (19.01.2009)
Die Schweiz hat die klimaschädlichste Neuwagenflotte Europas. Dies trägt wesentlich dazu bei, dass der CO2-Ausstoss des Strassenverkehrs weiter ansteigt. Eine von Greenpeace in Auftrag gegebene Studie präsentiert ein Anreizsystem, das den Treibstoffverbrauch von Neuwagen haushaltsneutral und kostengünstig reduziert.