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Ban beruft Klima-Kommission mit Brown und Meles (12.02.2010)

New York - Großbritanniens Premierminister Gordon Brown und sein äthiopischer Kollege Meles Zenawi sollen sich künftig um die Finanzierung des weltweiten Klimaschutzes kümmern. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon berief das Duo am Freitag in New York an die Spitze einer «hochrangigen Kommission» der Vereinten Nationen. Die Politiker sollen mit Experten aus Regierungen, Zentralbanken und von Universitäten dafür sorgen, dass das auf dem Klimagipfel von Kopenhagen von den beteiligten Staaten versprochene Geld tatsächlich gezahlt und sinnvoll verwendet wird.

unDie Kopenhagen-Vereinbarung vom Dezember enthält nur vage Klimaschutzziele. Die Länder sollten aber bis zum 1. Februar nationale Ziele vorlegen. Die Staaten vereinbarten, dass die reicheren den Entwicklungsländern kurz- und langfristig Geld überweisen, um die Folgen des Klimawandels abzufedern. Als Anschubfinanzierung sollen 30 Milliarden Dollar (22 Mrd Euro) aufgebracht werden.

Insbesondere soll die neue UN-Kommission nach Bans Worten «innovative langfristige Geldquellen finden, um die Finanzlücke beim weltweiten Klimaschutz zu schließen». Wer genau zu dem Gremium gehören soll, will Ban in Kürze mitteilen. «Es wird aber ein gutes Gleichgewicht zwischen Vertretern der entwickelten und der Entwicklungsländer geben», sagte der Generalsekretär. Erste Ergebnisse erwarte er schon im Mai oder Juni, den Abschlussbericht soll das Gremium nach zehn Monaten auf einer Staatenkonferenz im mexikanischen Cancún vorlegen. «Im Einzelnen geht es um die Frage, wie neue Quellen erreicht werden können, um bis zum Jahr 2020 die Summe von 100 Milliarden Dollar im Jahr zu mobilisieren. Dabei wollen wir öffentliche und private Gelder akquirieren.»

Zenawi sagte, dass die Finanzierung der Klimafolgen das Hauptproblem der Entwicklungs-, aber mittelbar auch der Industrieländer sei. «Nur mit Geld können wir den Folgen der Veränderungen begegnen und sie selbst bekämpfen.» Die Menschen in Afrika hätten große Hoffnungen in das Abkommen von Kopenhagen, sagte der äthiopische Premier. «Aber selbst bei den Befürwortern gibt es große Skepsis. Das ist verständlich, weil in der Vergangenheit viele Versprechen der Industriestaaten nicht eingehalten wurden.» Die Kommission sei eine gute Gelegenheit für die Industrieländer, die Probleme der Dritten Welt kennenzulernen.

Brown versprach, «die besten Experten der Welt zu versammeln, um eine der größten Herausforderungen der Menschheit zu meistern, den katastrophalen Klimawandel». Viele seien enttäuscht, dass es in Kopenhagen kein konkreteres Abkommen gegeben habe. Doch tatsächlich sei viel erreicht worden, allein schon durch das Finanzierungsziel. «Das schafft aber der Steuerzahler nicht allein, wir brauchen auch private Gelder. Diese zu mobilisieren ist die große Herausforderung dieser Gruppe.»

(Internet zu Ergebnissen des Klimagipfels: www.politische-bildung.de/klimawandel.html)

Weitere Details finden Sie in der Meldung der UN (in englischer Sprache) hier


Quelle: dpa


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