„Ich lade alle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister ein, ihre Gemeinde zu einer Energie-Modellregion zu machen. Unsere Regionen haben enorm viel Potenzial zu einer neuen Energiebereitstellung und Energienutzung", so Landwirtschafts- und Umweltminister Niki Berlakovich am vergangenen Freitag (11.09.09) im Rahmen des Österreichischen Gemeindetages, der in Lech (Vorarlberg) stattfand.
Viele zuvor unterwickelte Regionen hätten bereits ihr Konzept einer gesteigerten Energieunabhängigkeit realisiert und sich zu aufstrebenden Gebieten mit Vorbildcharakter entwickelt. Denn eine nachhaltige und sichere Energieversorgung bringt Green Jobs und regionale Wertschöpfung“, so Berlakovich weiter.
In seinem Statement hob Berlakovich seine Vision der Energieautarkie klar hervor: „Für manche klingt es nach wie vor utopisch, aber für mich ist das der einzig logische Weg. Je mehr erneuerbare Energie wir selbst produzieren, desto unabhängiger werden wir von fossilen Energieimporten und desto näher kommen wir an unser Ziel“.
Als Beispiel für einen gelungen Umstieg zur Energieautarkie führte der Minister die Stadt Güssing an: „Güssing hat sich durch ein Energieeffizienzprogramm und den Einsatz erneuerbarer Energieträger in den letzten Jahren einen ausgezeichneten Ruf als Ökomusterregion erworben und zeigt uns, welche regionalen Vorteile das Engagement für eine möglichst unabhängige Energieversorgung mit sich bringen kann.“
Um den Umstieg in Richtung Energieautarkie zu erleichtern, gibt es seit kurzem speziell für Gemeinden und Regionen einen Förderschwerpunkt des Klima- und Energiefonds. Das Programm richtet sich an alle österreichischen Gemeinden und Regionen, die ihr Potential an Energieeffizienz und der vorhandenen, natürlichen Ressourcen nutzen wollen. Ziel des Programms ist es, neue Modellregionen bei der Gründung und während der Aufbauphase auf dem Weg zur Energieautarkie zu unterstützen.
Die Unterstützung des Klima- und Energiefonds versteht sich als Impuls und Begleitung für den angestrebten Systemwechsel. Gefördert wird der Aufbau von Klima- und Energiemodellregionen über einen Zeitraum von zwei Jahren. Für die ausgewählten Modellregionen stehen maximal je 100.000 Euro zur Verfügung. Besonders begrüßt werden sektorübergreifende bzw. integrative Lösungsansätze sowie die Zusammenarbeit mehrerer Gemeinden. Der Prozess muss zu mindestens 40 Prozent aus Eigenmitteln mitfinanziert werden.
Insgesamt stehen für dieses neue Förderprogramm 4,5 Millionen Euro zur Verfügung. „Mit 4,5 Millionen Euro Fördervolumen können wir etwa 50 österreichische Regionen bei der Entwicklung ihrer Ideen und Konzepte für eine maßgeschneiderte autarke Energiezukunft unterstützen. Das ergibt hochgerechnet in Summe eine Reduktion von Kohlendioxid um 2,5 Millionen Tonnen, 1,6 Milliarden zusätzliche regionale Wertschöpfung und über 100.000 neue Arbeitsplätze“, betonte Berlakovich.
Detaillierte Informationen zum neuen Förderprogramm des Klima- und Energiefonds sind unter www.klimafonds.gv.at/modellregionen abrufbar.
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