"Die Zukunft der Mobilität muss klimaschonend sein. Darum präsentiert das Lebensministerium die Fahrzeug-Technologien von morgen schon heute. Denn wir müssen die Vorteile umweltfreundlicher Treibstoffe und Motoren noch viel intensiver nutzen, um auch im Verkehrssektor die Klimaschutzziele zu erreichen", erklärt Umweltminister Niki Berlakovich heute, Mittwoch, bei einer vom Umweltministerium gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Wirtschaft organisierten Schau vor der Shopping City Süd in Vösendorf.
Dabeikönnen unter dem Motto "Grün fahren - CO2 sparen" über 30 Fahrzeuge mit Hybrid-, Biogas- / Erdgas-, Superethanol (E85) oder Elektroantrieb bestaunt und getestet werden.
Die Stars der Motorshows von Frankfurt bis Tokyo sind alltagstaugliche Fahrzeuge mit alternativen Antrieben, die Umwelt und Klima schonen. Das Lebensministerium forciert den Einsatz alternativer Antriebe und erneuerbarer Kraftstoffe als wichtige Maßnahme zum Klimaschutz im Verkehr. Im Focus stehen dabei Biokraftstoffe wie Biodiesel, Pflanzenöl, Superethanol (E85), und Biogas sowie Elektroantriebe.
Wer sich für ein alternativ angetriebenes Fahrzeug entscheidet, genießt schon heute massive Steuervorteile. Seit 1. Juli 2008 gibt es einen NoVA-Bonus von 500 Euro für neue Pkw mit alternativem Antrieb, sowie für Pkw mit CO2-Emissionen unter 120 g/km. Elektrofahrzeuge sind zudem von der NOVA und der Motor bezogenen Versicherungssteuer ausgenommen. Kraftstoffe mit einem biogenen Anteil von 4,4 Prozent sind steuerlich begünstigt, reine Biokraftstoffe sind von der Mineralölsteuer (MÖSt) überhaupt befreit.
Diese und weitere Maßnahmen zeigen Wirkung. Alleine der Steuerbonus bei der Normverbrauchsabgabe für verbrauchsgünstige PKW wird bis Ende 2010 eine CO2-Einsparung von rund 30.000 Tonnen bringen. Die größten Erfolge beim Klimaschutz im Verkehrssektor sind aber auf die Erhöhung der Beimischung von Biokraftstoffen auf 5,75 Prozent zurückzuführen. Sie bringt immerhin eine CO2-Einsparung von 1 Million Tonnen CO2 jährlich.
Um diesen positiven Trend zu verstärken, unterstützt das Lebensministerium im Rahmen seines Aktionsprogramms klima:aktiv mobil Gemeinden, Betriebe und Verbände beim Umstieg auf umweltfreundliche Fahrzeuge und alternative Antriebe mit erneuerbarer Energie und Biokraftstoffen durch fachliche Beratung und finanzielle Förderungen. Bisher wurden 3,8 Millionen Euro für Fuhrparkumstellungen an Betriebe und Gemeinden vergeben.
Durch die aktive Unterstützung des Lebensministeriums betreiben heute mehr als 224 klima:aktiv mobil Projektpartner (Betriebe, Länder, Städte und Gemeinden, Bauträger) 4.600 Fahrzeuge mit alternativen Antrieben und sparen so rund 125.000 Tonnen CO2 pro Jahr ein. 100 dieser klima:aktiv Partnerbetriebe und Gemeinden wurden heute in der SCS von Umweltminister Niki Berlakovich mit derklima:aktiv-Partnerurkunde ausgezeichnet. Zur besseren Unterstützung dieser positiven Entwicklung hat das Lebensministerium eine neue Förderpauschale geschaffen, die für die Umstellung kleiner Fuhrparks (bis zu zehn Fahrzeuge) von Gemeinden und Betrieben je nach Antriebsart pro Fahrzeug Förderungen von 200,- Euro (Superethanol, Biodiesel) bis zu 5.000,- Euro (Elektro mit Ökostrom) vorsieht. Weitere Informationen dazu auf www.klimaaktivmobil.at.
"Mit der neuen Förderpauschale will ich in wirtschaftlichschwierigen Zeiten insbesondere kleine und mittlere Unternehmen sowie Gemeinden bei der Umstellung ihres Fuhrparks auf umweltfreundliche Fahrzeuge unterstützen. Damit können wir nicht nur beim Klimaschutz einen wichtigen Schritt setzen, sondern auch die breite Akzeptanz moderner zukunftweisender Fahrzeugkonzepte weiter steigern", betonte der Umweltminister.
Neben finanzieller Unterstützung beim Umstieg auf alternative Antriebe setzt das Lebensministerium auch weiterhin verstärkt auf Bewusstseinsbildung. Einer der Schwerpunkte dabei ist die Spritspar-Ausbildung für unterschiedliche Zielgruppen. Heute bieten über 400 von klima:aktiv zertifizierte SpritspartrainerInnen Kurse für Pkw-, Lkw-, Bus- und TraktorlenkerInnen an. Bisher haben 16.000 KraftfahrerInnen die klima.aktiv Spritsparausbildung absolviert und sparen jährlich rund 3.000 Tonnen CO2 ein. Dies teilt das Lebensministerium abschließend mit.
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