Energieversorger können die Auslastung des Netzes über zeitlich flexible Stromtarife regeln und erhalten Daten über den aktuellen Netzzustand. So können sie die Netzauslastung besser planen, da die Daten die Vorhersage von Lastspitzen erleichtern. Außerdem sparen die Betreiber etwa die Hälfte ihrer Ablesekosten, was bei einer Million Stromkunden über 1,5 Millionen Euro ausmacht.
Das Unternehmen installiert für den Energieversorger Energie AG in Oberösterreich 100.000 AMIS-Zähler. AMIS (Automated Metering and Information System) sendet zeitlich aufgelöste Verbrauchsdaten an den Versorger und kann umgekehrt Informationen – zum Beispiel den aktuellen Strompreis – an die Nutzer übermitteln. (Bild: Siemens)
AMIS besteht aus einem intelligenten Zähler und einem Kommunikationssystem, das die Daten direkt im Stromnetz überträgt. Zusätzlich überwachen so genannte Datenkonzentratoren in den Transformatorstationen die Belastung des Netzes. Bidirektional arbeitende Lastschaltgeräte können die Netzauslastung eigenständig regulieren, und auch die Energieversorger können jederzeit eingreifen.
Die AMIS-Lösung bietet wichtige Funktionen für ein intelligentes Stromnetz, genannt Smart Grid, das flexibel auf dezentrale und schwankende Energiequellen – wie zum Beispiel Windkraft – reagieren kann. Smart-Grid-Lösungen sind Bestandteil des Siemens-Umweltportfolios, mit dem das Unternehmen 2009 rund 23 Milliarden Euro Umsatz erzielte. Im Jahr 2005 startete die Europäische Kommission die Smart-Grid-Initiative zum Aufbau eines intelligenten Stromnetzes in Europa. (IN 2010.01.2)
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