„Die Zukunft im Verkehrssektor gehört alternativen, umweltschonenden Antrieben. Der Ausbau der Elektromobilität ist ein wichtiger Beitrag zur Senkung der hohen CO2 -Emissionen aus dem Straßenverkehr und bedeutet gleichzeitig eine Wachstumschance für österreichische Betriebe.
Das neue Aktionsprogramm ist eine wichtige Weichenstellung, um diese Entwicklung anzukurbeln“, unterstreichen die Unterzeichner anlässlich der Präsentation des Aktionsprogramms in Wien.
Mit der Präsentation des Programms startete auch der zweitägige Fachkongress EL-MOTION 2010 in der Wirtschaftskammer Österreich, der sich mit neuen Technologien für die Elektromobilisierung für Personen- und Nutzfahrzeuge, mit Wertschöpfungspotenzialen und Handlungsoptionen für die Wirtschaft beschäftigt.
Kräfte bündeln für den Klimaschutz
Das „10 Punkte Aktionsprogramm“ zielt auf die breite Markteinführung von Elektrofahrzeugen auf Basis erneuerbarer Energien und eine erhöhte Energieeffizienz im Straßenverkehr, auf eine Erweiterung der Produktpalette an Serienfahrzeugen, auf den verstärkten Einsatz von E-Fahrzeugen in Fuhrparks sowie auf die Errichtung von mehr Stromtankstellen ab. Es beinhaltet notwendige Rahmenbedingungen, die Schaffung von Anreizen und Förderinstrumenten für Investitionen, die Nutzung neuer Technologien und die Erstellung eines „Masterplan Elektromobilität“.
Mit dem Aktionsprogramm ist eine Steigerung der mehrspurigen Elektrofahrzeuge in Österreich auf bis zu 250.000 zu erwarten. Dadurch könnten die CO2 -Emissionen aus dem Straßenverkehr um rund 430.000 Tonnen reduziert werden. „Mit dem 10 Punkte-Aktionsprogramm wollen wir einen deutlichen Impuls für nachhaltige und umweltfreundliche Elektromobilität setzen und einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz und den Ausbau erneuerbarer Energien leisten. Besonders wichtig dabei ist die Entwicklung des ‚Masterplan Elektromobilität’. Klimaschutz ist eine wichtige Chance, die wir nutzen müssen, um Green Jobs zu schaffen und die Lebensqualität dieser und künftiger Generationen zu sichern“, so Umweltminister Niki Berlakovich.
„Klimaschutz, Lärmreduktion und Wirtschaftswachstum müssen kein Widerspruch sein – ganz im Gegenteil. Das Elektroauto ist ein weiteres Beispiel für eine Innovation, von der die Umwelt profitiert und die zugleich zu mehr Wertschöpfung und Beschäftigung beitragen wird“, sagte Wirtschaftskammer-Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser. Die WKÖ wolle das Zukunftsthema E-Mobilität ganz bewusst als „Wirtschaftsthema“ positionieren und die damit verbundenen Chancen für die österreichischen Betriebe aufzeigen.
„Der Verbund hat als führendes Elektrizitätsunternehmen Österreichs im Juni 2009 die offene Plattform AMP Austrian Mobile Power initiiert, um gemeinsam mit allen relevanten Unternehmen und Institutionen Österreichs dafür zu sorgen, dass Österreich bei der Einführung von Elektromobilität ganz vorne mitspielt und nicht zum Nachzügler wird. Wir müssen dazu alle Kräfte bündeln, in der Industrie, E-Wirtschaft, Forschung, aber auch in der Politik – auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene. Daher begrüßen wir das Aktionsprogramm, das viele Ziele der AMP aufgreift. Wenn Österreich die Chancen der E-Mobilität für den Klimaschutz, für die Standortentwicklung, für Arbeitsplätze ernsthaft nützen will, braucht es eine einheitliche starke Förderpolitik auf Bundesebene“, führt der Vorstandsvorsitzende vom Verbund, Wolfgang Anzengruber aus.
Auszeichnung für 14 Klimaschutz-Partnerbetriebe im Mobilitätsbereich
Im Rahmen des Fachkongresses EL MOTION wurden auch 14 klima:aktiv mobil-Partnerbetriebe von Umweltminister Niki Berlakovich mit einer Urkunde ausgezeichnet. Durch die aktive Unterstützung des Lebensministeriums sparen mittlerweile 700 Partner im Verkehrssektor mehr als 325.000 Tonnen CO2 pro Jahr ein. Betriebe, Gemeinden und Verbände können bei der Anschaffung von Elektro-Fahrzeugen für ihren Fuhrpark die attraktiven Förderungen aus der Klimaschutzinitiative klima:aktiv mobil des Lebensministeriums in Anspruch nehmen. Dies teilt das Lebensministerium abschließend mit.
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