Co2-Handel.de - Das Portal zum Emissionshandel und Klimaschutz
Sie sind hier: Home » Politik » Schweiz
Seite empfehlen

Schweizer Forscher suchen globale Lösungen für nachhaltige Wassernutzung (12.03.2010)

Nachhaltige Wassernutzung NFP 61Der weltweite Wandel - klimatisch als auch sozioökonomisch - zwingen auch die Schweiz zu einer nachhaltigen Wassernutzung. Das nationale Forschungsprogramm "Nachhaltige Wassernutzung" (NFP 61) will gemeinsam mit den Hauptakteuren aus der Praxis wissenschaftliche Grundlagen und Lösungen dafür erarbeiten. Am 4. und 5. März trafen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Solothurn zum Startschuss für die Forschungsarbeiten.

Wasser ist ein wesentliches Element für das Leben der Menschen, Tiere und Pflanzen. Viele Lebens- und Wirtschaftsbereiche sind davon abhängig. Gesunde Ökosysteme ermöglichen es, dass das Wasser seine ökologischen Funktionen erfüllt und dass dessen mannigfaltige Nutzungsmöglichkeiten erhalten bleiben.

Nachhaltige Wassernutzung SchweizAber Klimawandel und sozioökonomische Veränderungsprozesse - sowohl global wie national - führen zu einer verstärkten Konkurrenz zwischen den verschiedenartigen Wassernutzungen wie Trinkwasser, Bewässerung, Erholung und Wasserkraft. Die Trockenheit im Jahr 2003 hat gezeigt, dass auch in der Schweiz unterschiedliche Ansprüche in Bezug auf das Wasser aufeinanderprallen können. Zur Vermeidung von Engpässen und Konflikten braucht es deshalb neue globale Strategien, die auf einen möglichst naturnahen Wasserkreislauf und auf eine nachhaltige Wassernutzung ausgerichtet sind.

Startschuss für die Forschung
Daher beauftragte der Bundesrat am 28. November 2007 den Schweizerischen Nationalfonds (SNF) mit der Durchführung des Nationalen Forschungsprogramms "Nachhaltige Wassernutzung" (NFP 61). Das Programm verfügt über 12 Millionen CHF für eine Forschungsdauer von vier Jahren. Am 4. und 5. März trafen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Solothurn zur Auftaktveranstaltung und stellten die unterschiedlichen Forschungsprojekte vor.

Die Wasserforschung in der Schweiz verfügt über ein hohes Potential und ist international anerkannt, sieht sich aber mit komplexen Problemen in der Wasserwirtschaft konfrontiert. Das NFP 61 "Nachhaltige Wassernutzung" will wissenschaftlich fundierte Lösungen für die künftigen Herausforderungen in der Wasserwirtschaft erarbeiten. Das Programm untersucht die Auswirkungen des Klimawandels und der sozialen Veränderungen auf die Wasserressourcen und die Gewässerökologie, überprüft den Umgang mit den Risiken, Nutzungskonflikten und ökologischen Veränderungen aus einer umfassenden Perspektive und entwickelt effektive und effiziente Managementsysteme für die nachhaltige Wassernutzung.

Zwei Forschungsachsen
Das NFP 61 ist in zwei Forschungsachsen gegliedert: einerseits das Natursystem und andererseits das Gesellschaftssystem. Die Forschungsachse "Natursystem" widmet sich den Veränderungen des Wasserhaushalts, des Wasserregimes, der Wasserqualität und der Gewässerökosysteme, welche sich infolge von Klimawandel, Landnutzungsänderungen und anderer anthropogener Aktivitäten ergeben. Die Forschungsachse "Gesellschaftssystem" befasst sich mit dem sozioökonomischen Wandel und den sektorübergreifenden Strategien für die nachhaltige Wassernutzung sowohl hinsichtlich der Wasserbewirtschaftung als auch des Schutzes des Wassers. Die 16 Projekte innerhalb des NFP 61 sind in zwei Clustern organisiert, die sich teilweise überlappen und miteinander interagieren:
- Cluster Hydrologie - Gletscher, Grundwasser, Extremereignisse;
- Cluster Wassermanagement.

Integration der verschiedenen Akteure aus der Politik
Um zukunftsweisende Strategien für einen nachhaltigen Umgang mit den Wasserressourcen zu erarbeiten, müssen Akteure aus Forschung, Verwaltung und Praxis eng zusammenarbeiten. Das NFP 61 legt deshalb grossen Wert auf transdisziplinäre Forschungsprojekte, die die gesellschaftlich relevanten Probleme einer nachhaltigen Wassernutzung identifizieren und analysieren und praktische, am Gemeinwohl orientierte Lösungen erarbeiten. Diese Lösungen sind erst dann Realität, wenn sie in der Praxis umgesetzt werden. Daher ist es wichtig, nicht nur wissenschaftliche Grundlagen zu erarbeiten, sondern auch Methoden und Ansätze zu fördern, welche die Akteure aus der Praxis von Anfang an in den Forschungsprozess mit einbeziehen.

Dazu werden auf verschiedenen Ebenen des NFP 61 Begleitgruppen eingerichtet, die die transdisziplinäre Forschung und deren praxisrelevante Umsetzung unterstützen: ein Programmbeirat auf nationaler Ebene, je eine Koordinationsgruppe auf der Ebene der Cluster, sowie thematisch ausgerichtete Begleitgruppen auf Projektebene.

Download:
- Porträt des NFP 61 unter: www.nfp61.ch > Publikationen
- Detaillierte Liste der Projekte des NFP 61 unter: www.nfp61.ch > Projekte

Weitere Informationen unter nfp61.ch (hier)


Quelle: Informationsdienst Wissenschaft


Aktuelle Markdaten und Börsenkurse

Climate Change News by Climate Ark

30.07.2010

Fliegen im Jahr 2050 - Airbus stellt Konzeptstudie vor

Eiskernbohrung in Grönland – Rückschlüsse auf Klimabedingungen der letzten Warmzeit

EnBW plant Ökostrom-Marke und legt beim Gewinn zu

Western Climate Initiative makes progress with cap and trade

EPA Denied Ten Petitions: Climate Change is Real

China will Erfolg für Klimagipfel in Mexiko

Solarunternehmen Conergy einigt sich mit Banken

29.07.2010

MCS-Zertifizierung könnte britischen Photovoltaikmarktes begrenzen

Forscher: Seit 1990 steigt die Temperatur in der Arktis rasant an

05.10.10: Ressourceneffizienz - Motor für ein Grünes Wachstum

Atomindustrie dringt auf «15 Jahre plus X»

DIW Berlin: Grundsätzlich viel Spielraum für Brennelementesteuer

Kohlendioxid-Recycling: Klimakiller oder Kassenknüller?

28.07.2010

Für Stromleitung aus der Wüste: Blaupause mit 800 kV steht in China

Karlsruher Stadtmobil-Kunden können Plug-in Hybrid Prototypen mieten

Unterwasserfahrzeug forscht unter dem Treibeis der Arktis

Offshore wind heads for record year

Baden-Württemberg: 80 Prozent mehr Schiffs-Gütertransport möglich

19.08.10 : Emissionshandel und Klimaschutz in den USA

Röttgen will Windenergie verstärkt fördern

21.10.10: Launch Event für CDP Deutschland Bericht

27.07.2010

Neuer Online-Rechner: Photovoltaik-Anlagen an Wohngebäuden

Bund kappt Ökosteuer-Rabatte für energieintensive Industrie

Brasilianische Ureinwohner besetzen Wasserkraftwerk

Elektroauto Chevrolet Volt kommt zum Premiumpreis

Die Nutzung der Windenergie auf dem Meer kennt nur Gewinner

Stadtwerke Flensburg verkauft Ökostrom über mobilcom-debitel

Bundesnetzagentur: Über drei Gigawatt mehr Solaranlagen im ersten Halbjahr

KfW-Klimaschutzbeauftragter koordiniert Erstellung von Weltklimabericht

Viele Fragen offen für Deutschlands grüne Zukunft

26.07.2010

transpower will bessere Prognose für Wasserkraft und Photovoltaik

Hacker-Attacke legt ECX-Website vorübergehend lahm

Musterkommunen-Wettbewerb: 72 Bewerber erhalten ihren CO2-Rechner

Kleine solarthermische Kraftwerke mit Mehrfachnutzen für heiße Länder

EUA-News KW 29/2010

Wuppertal-Institut: CCS als Brückentechnologie für deutsche Kohlekraftwerke unnötig

Ab 26. Juli: Dritte Bayerische Klimawoche startet mit über 700 Aktionen

Flughafen Stuttgart will CO2-Emissionen um 20 Prozent reduzieren

23.07.2010

Wüstenstrom-Konsortium verzichtet auf Namen Desertec

Verband: Bald über Elektroauto-Prämie entscheiden

Fachagentur veröffentlicht umfassende Marktübersicht zu Hackschnitzel-Heizungen

WWF: Verschiebung des US Klima- und Energiegesetzes herber Rückschlag

Klima- und umweltfreundlich reisen: WWF sieht noch wenige Veranstalter auf gutem Weg

US-Senat vertagt umfassendes Klima- und Energiegesetz