Co2-Handel.de - Das Portal zum Emissionshandel und Klimaschutz
Sie sind hier: Home » Klima & Wirtschaft » Wissenschaft
Seite empfehlen

Wirbelstürme befördern Kohlenstoffmassen ins Meer (19.07.2010)

Ein Forscherteam der Sun Yat-sen Universität in Taiwan http://www.oia.nsysu.edu.tw hat festgestellt, dass tropische Wirbelstürme große Mengen Kohlenstoff vom Land in die Tiefsee transportieren. Das hat Auswirkungen auf den gesamten Kohlenstoffkreislauf und auch auf die marinen Ökosysteme. Das berichten Wissenschaftler um den Geologen James Liu im Fachmagazin Nature.

Kleine Länder wie Taiwan machen nur drei Prozent der globalen Landmasse aus, sind allerdings für 35 Prozent der weltweiten Kohlenstoffeinträge ins Meer verantwortlich. Bis jetzt war es nicht bekannt, wie das funktioniert. Die Wissenschaftler hatten zur Untersuchung dieser Mechanismen den Gaoping Fluss erforscht, der auf 4.000 Meter Höhe entspringt und in den 260 Meter tiefen Gaoping Unterwasser Canyon fließt. Von dort gelangt das Wasser in den mehr als 3.000 Meter tiefen Manila-Graben.

Sedimente landen in der Tiefsee

Bild: Pixelio/hasan anac"Mit einem Höhenunterschied von rund 7.000 Metern gibt es einige interessante Phänomene zu beobachten", so Liu. Nach tropischen Wirbelstürmen konnten die Wissenschaftler immer braunes, sedimentreiches Wasser an der Mündung des Flusses beobachten. "Es war uns unklar, wohin diese Sedimente schließlich hingelangen", erklärt der Forscher. In den Sedimenten waren sowohl frischer organischer Kohlenstoff von Pflanzen und Tieren als auch anorganischer vom Boden und von Mineralien enthalten.

Liu und sein Team haben zwischen Juli und September 2008 vier tropische Wirbelstürme beobachtet. Dabei konnten sie nach den ersten beiden Stürmen, Sedimente aus dem Fluss an den tiefsten ausgewählten Messpunkten - rund 650 Meter unter Wasser - entdecken. "Da aber Süßwasser eine geringere Dichte als Meerwasser aufweist, sinken Bestandteile des Flusses normalerweise nicht tiefer als ein paar Meter. Wenn der Gaoping Fluss nach einem Sturm braun gefärbt ist und das Wasser die Berge hinabfließt, bewegen sich die Sedimentteile viel tiefer in den untermeerischen Canyon als bisher angenommen", so der Forscher.

30.000 Tonnen Kohlenstoff pro Tag

Die Taifune dauern zwar nur wenige Tage an, sind jedoch in der Lage riesige Mengen an Kohlenstoff umzuschichten. "Allein der Taifun Kalmaegi hat an einem Tag 30.000 Tonnen Kohlenstoff ins Meer transportiert. Mit den Strömungen waren drei Viertel davon ins Südchinesische Meer gelangt", berichtet Liu.

"Die Mengen an Kohlenstoff sind tatsächlich groß", meint der Meteorologe Bernhard Pospichal von der Wiener Universität für Bodenkultur http://www.boku.ac.at im pressetext-Interview. Diese Rechnungen haben jedoch nichts mit dem atmosphärischen CO2 zu tun, betont der Forscher. Der Starkregen bei solchen tropischen Stürmen fördert die Erosion. Dadurch gelangen große Mengen von Sedimente in den Fluss. "Fraglich ist, welche Auswirkungen solche großen Mengen von Sedimenteinträgen auf den Ozean selbst haben", meint Pospichal. "Vorstellbar ist eine Übersäuerung durch den Kohlenstoff."


Quelle: pressetext.austria


Aktuelle Markdaten und Börsenkurse

Climate Change News by Climate Ark

09.09.2010

Audi startet Elektroautoflotte in München

KfW: Förderprogramme leisten elementaren Beitrag beim Ausbau Erneuerbarer Energien

Frankreich investiert 15 Mrd. Euro in Offshore-Windanlagen

MEPs call for an EU green jobs strategy by 2011

Studie: Deutsche fahren wieder auf starke Autos ab

21.10.10: Energieeffizienz in Gebäuden in Bulgarien und Rumänien

TEHG-Entwurf beseitigt Unsicherheit bei Minderungszertifikaten nicht

London soll Zentrum für grüne Investitionsbewegung werden

08.09.2010

EU will Energienetze ausbauen

Verärgert: Österreich will Sondertreffen mit Deutschland zu Atom

Deutsch-chinesische Kooperation will Satellit zur Treibhausgas-Überwachung entwickeln

LobbyControl fordert Offenlegung von Atom-Vertrag

CO2-Abscheidung – eine ‚Energiebrücke’ ins Nichts?

Windbranche fürchtet nach Atom-Deal Flaute

Klimaschutz: Schifffahrt will weltweit weg vom Schweröl

07.09.2010

Hauseigentümer kritisieren «Sanierungs-Zwang»

Telekom gibt Startschuss für Aufbau intelligenter Stromnetze

BDEW zum Energiekonzept: Vor allem der Wettbewerb und KWK kommen zu kurz

Der Atomdeal spaltet die Republik

Schweiz will Schutz der Biodiversität verstärken

Kommission startet Umfrage über EU-Politik zur biologischen Vielfalt

Biologisch vielfältige Wälder lohnen sich auch im Klimaschutz - Kritik an REDD

Deutschland und Japan arbeiten bei Elektromobilität zusammen

Emissionsreduktion durch Smart Meter bislang kaum möglich

Nach Atomkompromiss: Kommunale Versorger wollen Ausgleich

06.09.2010

Der Kampf um den Atomdeal beginnt erst

Europa ist bei der Atomenergie gespalten

Klimawandel gefährdet ausreichende Pflanzenbestäubung

EEX Handelsergebnisse für CO2-Emissionsrechteim August

Wissenschaft will alte Satellitendaten für künftige Klimaforschung nutzen

Brüderle und Röttgen legen Energiekonzept vor

WWF legt Analyse durch Ökoinstitut vor: Energiewende ausgebremst

Italien passt Solarförderung an Marktgegebenheiten an

Einigung bei Laufzeitverlängerung für deutsche Kernkraftwerke

05.09.2010

CO2-Abscheidung: Vielversprechende Test-Ergebnisse

Energiedebatte lässt Wüstenstrom-Projekt außen vor

Schwarz-Gelb spielt bei Atom auf Risiko

04.09.2010

Ontario/Kanada: Kohleausstieg für 2014 beschlossen

03.09.2010

Regierung bei Atomfrage auf der Zielgeraden

Regierung kommt bei Energiekonzept in Sachen Energieeffizienz voran

Ermittler sichern Millionen bei Umsatzsteuerbetrügern

UN: Berlin muss über eine Milliarde für Klimaschutz zahlen

Schweizer Erfolgsbilanz: 46 Fernwärmenetze mit erneuerbarer Energie gehen in Betrieb

Siemens ermittelt Deutschlands grünste Stadt

Zeitung: Wulff sieht Grenze für AKW-Laufzeiten bei neun Jahren

02.09.2010

«Süddeutsche»: Umweltministerium rügt Atomgutachten

UN erwarten erste Geldmittel für Klimaschutz

Klimawandel begünstigt Hurrikan-Entstehung

Koalition will Atomfrage am Sonntag abräumen

Klimawandel: Durchschnittstemperaturen steigen, mehr heiße Tage

Es fehlt ein faires und grünes Handy : Germanwatch fordert mehr Nachhaltigkeit

Ökodesign-Richtlinie: 'Top Runner'-Prinzip ist Leitbild

Autoexperten: Industrie könnte viel klimafreundlichere Pkw bauen