A/R-CDM-ProjektaktivitätAufforstungsprojekt, Senkenprojekt, Auf- und WiederaufforstungsprojektAufforstungs- oder Wiederaufforstungsmaßnahme, -operation oder -aktivität, die auf die anthropogene Treibhausgasbindung durch Senken abzielt. Das Kyoto-Protokoll und die CDM Modalitäten und Prozeduren benutzen den Ausdruck "Projektaktivität" als Gegensatz zu "Projekt". Eine A/R-CDM- Projektaktivität könnte daher identisch mit einem geplanten oder durchgeführten Projekt oder einer Projektkomponente bzw. einem Teilaspekt eines Projektes sein. CDM-Senkenprojekt, CDM-Auf- und Wiederaufforstungsprojekt AbfackelnFlüchtige EmissionenDas Verbrennen von Gas, das nicht zurückgehalten oder produktiv genutzt werden kann. In einigen Fällen, wenn auf weit von den Verbrauchern entfernten Förderfeldern das mit dem Öl verbundene Erdgas gemeinsam mit diesem freigesetzt wird, erfolgt das Abfackeln des entweichenden Gases in erster Linie aus Sicherheitsgründen. Die IPCC-Richtlinien bezeichnen Emissionen, die durch Abfackeln entstehen, als flüchtige Emissionen. AckerlandbewirtschaftungAuf Ackerland oder Brachland angewendete Praktiken. Activities Implemented JointlyAIJ, Activities-Implemented-JointlyAls Activities Implemented Jointly (AIJ) werden alle Projekte bezeichnet, die im Rahmen der 1995 lancierten Testphase für die projektbasierten Kyoto-Mechanismen (JI und CDM) durchgeführt worden sind. In dieser Phase wurden Regelungen erprobt, es konnten jedoch keine Minderungsgutschriften generiert werden. AdditionalityZusätzlichkeitAdditionality ist ein zentrales Kriterium für die Gutschriftenvergabe im Rahmen der CDM-/JI-Projekte. Es sollen nur dann Gutschriften (CERs, ERUs) vergeben werden, wenn es sich um Projekte handelt, die zu zusätzlichen Emissionsminderungen führen, die ohne CDM/JI nicht stattgefunden hätten (Business as Usual). Die Prüfung des Kriteriums der Zusätzlichkeit erfolgt über die Differenz der Projektemissionen und der Baseline. AdViewseCommerce Fachbegriff: AdViews sind Kontakte zu einer werbeführenden Seite. Sie werden ermittelt durch die Anzahl der PageImpressions abzüglich der Nutzer, die ohne grafikfähige Browser oder ohne Anzeige von Grafiken (Option im Browser einstellbar) das Internet nutzen. Auf unseren Websites werden die Zugriffe, die einem Suchmaschinen-Roboter zugeordnet werden können, nicht als AdView gezählt. AdViews bedeuten also die Zahl der Sichtkontakte eines Internetanwenders mit einem werbeführenden Objekt (z. B. Banner).
AkkreditierungZertifizierer, welche die Arbeit einer Operational Entity / Independent Entity aufnehmen wollen, müssen auf ihre Eignung überprüft werden (akkreditiert). Die Akkreditierung erfolgt durch die Konferenz der Vertragsstaaten des Kyoto-Protokolls (COP/MOP), wobei das Executive Board beim CDM und das Supervisory Committee bei JI der COP/MOP Vorschläge unterbreiten. AllokationZuteilungZu Beginn des Emissionrechtehandels müssen die Emissionsrechte an die Verpflichteten ausgegeben bzw. zugeteilt werden. Man unterscheidet grundsätzlich zwei Möglichkeiten der Ausgabe: das Grandfathering und die Auktion. AnammoxAnammox-ProzessAnammox ist ein Kunstwort, das sich aus den Begriffen Anaerobe Ammoniak-Oxidation zusammensetzt. Die anaerobe Ammoniak-Oxidation ist ein biologischer Vorgang aus dem Bereich des Stickstoffkreislaufes. Wie der Begriff schon andeutet, ist die Anamoxidation ein Oxidationsvorgang, der ohne Sauerstoff (anaerob) abläuft. Dabei wird Ammonium (NH4+) mit Nitrit (NO2−) unter anaeroben Bedingungen zu molekularem Stickstoff (N2) umgesetzt: NH4+ + NO2− → N2 + 2 H2O Die Anammox-Reaktion wurde erstmals in den 1980ern in einer Abwasseraufbereitungsanlage in Delft in den Niederlanden beobachtet. Verantwortlich dafür ist das bisher wenig beachtete Bakterium Candidatus Brocadia anammoxidans. Die Biologie des erst seit wenigen Jahren bekannten Bakteriums wurde von einem europäischen Forscherkonsortium Anfang 2006 entschlüsselt. AnlageIm Sinne der Richtlinie über den Handel mit Treibhausgasemissionsberechtigungen ist eine Anlage eine ortsfeste technische Einheit, in der Tätigkeiten durchgeführt werden und die Auswirkungen auf die Emissionen und die Umweltverschmutzung haben. AnlagenbetreiberBetreiberIm Sinne der EU-Emissionshandelrichtlinie ist der Betreiber die natürliche oder juristische Person, die eine Anlage betreibt oder besitzt oder der – sofern in den nationalen Rechtsvorschriften vorgesehen – die ausschlaggebende wirtschaftliche Verfügungsmacht über den technischen Betrieb einer Anlage übertragen worden ist. Annex AAnnex A des Kyoto-Protokolls enthält die Treibhausgase sowie Sektoren/Gruppen von Emissionsquellen, die durch das Kyoto-Protokoll geregelt werden. Annex BAlle Vertragsstaaten, die sich ein Quantified Emission Limitation or Reduction Commitment (QELRO; Reduktionsziel) gesetzt haben. Diese Staaten sind nahezu identisch mit denen des Annex I, also zum Beispiel die EU-Staaten, USA, Japan, Russland, Polen etc. . Das Kyoto-Protokoll bezieht sich zudem häufig auf die Annex I Staaten (z. B. bei JI und CDM) und daher wird zwischen “Annex I Staaten“ und “Annex B“ nicht immer genau differenziert. Annex IMit diesem Ausdruck werden alle Industrie- und Transformationsländer (ehemalige Planwirtschaften) bezeichnet, die sich unter anderem zur Förderung von nationalen Politiken und Maßnahmen zur Emissionsminderung in der Klimarahmenkonvention verpflichtet haben. Allerdings werden die Begriffe Annex I und Annex B (im Kyoto-Protokoll zu Emissionsminderungen verpflichtete Staaten) nicht immer genau abgegrenzt, da die aufgelisteten Staaten fast identisch sind. Annex IIIndustrieländer, die sich innerhalb der Klimarahmenkonvention zu bestimmten Leistungen verpflichtet haben, zum Beispiel zu finanzieller Hilfe für Entwicklungsländer. Diese Länder entsprechen weitestgehend den Annex-I-Staaten ohne Transformationsländer wie Russland oder Polen. AnpassungAnpassung natürlicher oder anthropogener Systeme an eine neue bzw. sich ändernde Umwelt. Unter dem Begriff Anpassung an die Klimaänderung versteht man die Anpassung natürlicher oder anthropogener Systeme in Form einer Reaktion auf tatsächliche bzw. erwartete klimatische Reize bzw. deren Auswirkungen, um Schäden zu begrenzen bzw. Vorteile zu nutzen. Anthropogene Netto-TreibhausgasbindungDie tatsächliche Netto-Treibhausgasbindung durch Senken abzüglich der Baseline-Netto-Treibhausgasbindung durch Senken, abzüglich Leakage. Anthropogene TreibhausgasemissionenEmissionen von Treibhausgasen, die auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen sind und daher in Annex A des Kyoto-Protokolls aufgeführt sind . ApprovalCDM-/ JI-/ AIJ-Projekte benötigen die gegenseitige Zustimmung (Approval) von Gastgeber- und Investorland. Im Allgemeinen sind die entsprechenden Kontaktstellen (Designated National Authority) der betroffenen Länder für die Zustimmung verantwortlich. Die Zustimmung ist für die Registrierung eines CDM-Projektes und JI-Projektes Voraussetzung. Arbeitsgruppe EmissionshandelAGEDie AGE wurde am 28.01.2001 unter der Federführung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gegründet. Seither finden im Abstand von 4-6 Wochen Sitzungen statt. Die Mitglieder stammen aus der Bundesregierung, der Industrie sowie aus Umweltverbänden. Seit 2003 beschäftigt sie sich mit der konkreten Umsetzung der EU-Richtlinie in Deutschland. Im Rahmen von 4 Unterarbeitsgruppen wurden folgende Themen aufgegriffen: Verbindung des Emissionshandels mit anderen Instrumenten, Allokation, rechtliche und institutionelle Fragen (Genehmigung, Überwachungen, Sanktionen), projektbezogene Mechanismen (CDM/JI). Assigned AmountDie rechtlich verbindliche Menge an Emissionsrechten, die den verpflichteten Staaten für eine Verpflichtungsperiode (beispielsweise die erste Verpflichtungsperiode 2008 bis 2012) zugewiesen wird. Sie entspricht der Emissionshöhe von 1990, abzüglich der Minderungsverpflichtung, multipliziert mit fünf, da die Dauer der Verpflichtungsperiode fünf Jahre beträgt. Siehe auch Burden Sharing und AAU. Assigned-Amount-UnitAAUDer Assigned Amount wird in einzelne Tonnen CO2-Äquivalente heruntergebrochen, die als Assigned Amount Unit, kurz AAUs bezeichnet werden. Dies sind staatliche Emissionszertifikate geben den Kyoto-Unterzeichnerstaaten das Recht, bestimmte Mengen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) auszustoßen. Benötigt ein Land weniger AAUs als es besitzt, kann es sie verkaufen. AtmosphäreTroposphäre, Stratosphäre, Mesosphäre, ThermosphäreDie Gashülle, welche die Erde umgibt und durch die Erdanziehungskraft an diese gebunden ist. Die Atmosphäre unterteilt sich in Schichten:
Der Austausch zwischen den Schichten geht extrem langsam vor sich. AufforstungAfforestationDie direkt vom Menschen induzierte Veränderung von seit mindestens 50 Jahren unbewaldeten Flächen zu Wald durch Bepflanzung, Aussäen und / oder die anthropogene Förderung natürlicher Saatgutquellen. AuktionEine mögliche Zuteilungsform von Emissionsrechten an verpflichtete Akteure stellt die Auktion dar. Hierbei werden die Emissionsrechte meistbietend versteigert. Marktteilnehmer mit hoher Effizienz können dabei weniger Emissionsrechte erwerben als große Emittenten. Ein Vorteil der Auktion gegenüber dem Grandfathering liegt im Aufzeigen eines Preissignals schon während der Ausgabe. Dies bringt Planungssicherheit für die Akteure mit sich. Nachteil sind die zusätzlichen Ausgaben für die Auktionsteilnehmer, falls keine Rückverteilung des Auktionsaufkommens vorgesehen ist. |
30.07.2010
Fliegen im Jahr 2050 - Airbus stellt Konzeptstudie vor
Eiskernbohrung in Grönland – Rückschlüsse auf Klimabedingungen der letzten Warmzeit
EnBW plant Ökostrom-Marke und legt beim Gewinn zu
Western Climate Initiative makes progress with cap and trade
EPA Denied Ten Petitions: Climate Change is Real
China will Erfolg für Klimagipfel in Mexiko
Solarunternehmen Conergy einigt sich mit Banken
29.07.2010
MCS-Zertifizierung könnte britischen Photovoltaikmarktes begrenzen
Forscher: Seit 1990 steigt die Temperatur in der Arktis rasant an
05.10.10: Ressourceneffizienz - Motor für ein Grünes Wachstum
Atomindustrie dringt auf «15 Jahre plus X»
DIW Berlin: Grundsätzlich viel Spielraum für Brennelementesteuer
Kohlendioxid-Recycling: Klimakiller oder Kassenknüller?
28.07.2010
Für Stromleitung aus der Wüste: Blaupause mit 800 kV steht in China
Karlsruher Stadtmobil-Kunden können Plug-in Hybrid Prototypen mieten
Unterwasserfahrzeug forscht unter dem Treibeis der Arktis
Offshore wind heads for record year
Baden-Württemberg: 80 Prozent mehr Schiffs-Gütertransport möglich
19.08.10 : Emissionshandel und Klimaschutz in den USA
Röttgen will Windenergie verstärkt fördern
21.10.10: Launch Event für CDP Deutschland Bericht
27.07.2010
Neuer Online-Rechner: Photovoltaik-Anlagen an Wohngebäuden
Bund kappt Ökosteuer-Rabatte für energieintensive Industrie
Brasilianische Ureinwohner besetzen Wasserkraftwerk
Elektroauto Chevrolet Volt kommt zum Premiumpreis
Die Nutzung der Windenergie auf dem Meer kennt nur Gewinner
Stadtwerke Flensburg verkauft Ökostrom über mobilcom-debitel
Bundesnetzagentur: Über drei Gigawatt mehr Solaranlagen im ersten Halbjahr
KfW-Klimaschutzbeauftragter koordiniert Erstellung von Weltklimabericht
Viele Fragen offen für Deutschlands grüne Zukunft
26.07.2010
transpower will bessere Prognose für Wasserkraft und Photovoltaik
Hacker-Attacke legt ECX-Website vorübergehend lahm
Musterkommunen-Wettbewerb: 72 Bewerber erhalten ihren CO2-Rechner
Kleine solarthermische Kraftwerke mit Mehrfachnutzen für heiße Länder
Wuppertal-Institut: CCS als Brückentechnologie für deutsche Kohlekraftwerke unnötig
Ab 26. Juli: Dritte Bayerische Klimawoche startet mit über 700 Aktionen
Flughafen Stuttgart will CO2-Emissionen um 20 Prozent reduzieren
23.07.2010
Wüstenstrom-Konsortium verzichtet auf Namen Desertec
Verband: Bald über Elektroauto-Prämie entscheiden
Fachagentur veröffentlicht umfassende Marktübersicht zu Hackschnitzel-Heizungen
WWF: Verschiebung des US Klima- und Energiegesetzes herber Rückschlag
Klima- und umweltfreundlich reisen: WWF sieht noch wenige Veranstalter auf gutem Weg
US-Senat vertagt umfassendes Klima- und Energiegesetz